Ich bin dann mal weg

Erziehungshilfe

Kanuwandern auf der Hamme

Kanu-Wander-TourKanu-Wander-Tour

3 Mädchen und 4 Jungen nahmen an der Tour teil. Sie stammen aus unterschiedlichen sozialen Lebensumfeldern und haben verschiedene kulturelle und religiöse Hintergründe. Sie mussten sich vielen Herausforderungen stellen, zunächst einmal die ungewohnten Bewegungsabläufe und Belastungen.

Nach der ersten Tagesetappe auf dem Wasser folgte auch schon die nächste Herausforderung: Zelte aufbauen. Mit gegenseitiger Unterstützung konnten sich jedoch schon bald alle einen gemütlichen Schlafplatz einrichten. Und vor dem Abendessen ging es dann zur Belohnung noch einmal schnell zur Abkühlung in die Hamme. 

Im Laufe der Woche fanden die Zweier-Teams immer schneller ihren eigenen Rhythmus und jedes Boot fuhr im eigenen Tempo. Während die einen miteinander klönten, genossen andere die Natur und die Tiere, die unterwegs zu sehen waren, oder lieferten sich kleine Wettrennen und alberten miteinander rum. Am meisten freuten sich die Jugendlichen jedoch, wenn wieder eine Tagesetappe geschafft war und alle gemeinsam Zeit miteinander verbringen konnten.

Für viele der Jugendlichen stellen Ausdauer und Belastbarkeit zentrale Themen dar. Die Kanutour bot den Jugendlichen viele Möglichkeiten, ihre Grenzen zu spüren und über sie hinauszuwachsen. Während zum Beispiel der eine mit seiner Ausdauer kämpfte, ging es für eine andere darum, einen Platz in der Gruppe zu finden oder einfach darum, sich ohne mediale Ablenkung mit seinen eigenen Gedanken auseinanderzusetzen.

Die Jugendlichen zeigten sich am Ende stolz, durchgehalten zu haben und entwickelten in den fünf Tagen ein hohes Gemeinschaftsgefühl. Von Anfang an unterstützen sie sich gegenseitig. Jugendliche, die im Alltag manchmal durch negatives Verhalten auffielen, packten tatkräftig mit an und halfen den anderen. Alle erlebten am Ende einen Zuwachs an Eigenverantwortung und Selbstwertgefühl. Gestärkt und stolz berichten sie dann beim traditionellen Abschlusspicknick am Findorffer Torfhafen ihren Eltern von ihren Erlebnissen und Erfahrungen.

Ermöglichte wurde diese Pilger-Freizeit durch Übernahme der Sachkosten in Höhe von 1.200 € durch die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück.