„In kürzester Zeit war
der Suppentopf jedes Mal leer“, sagt Cornelius Peters vom Caritasverband Bremen.
„Früher war es oft so, dass die Ehrenamtlichen zunächst am Bahnhof Suppe an
Bedürftige verteilt haben und dann noch weiter in die Innenstadt gezogen sind.
In dieser Saison war schlicht nichts mehr übrig.“ 2.000 Mahlzeiten haben
freiwillige Helfer der Caritas Bremen ausgegeben – an 40 Terminen von November
bis März.
„Es
kommen nicht nur Wohnungslose zum Suppenwagen der Caritas Bremen. Es sind auch
andere Menschen, die einfach wenig Geld haben“, so Peters. Sylvia
Sproede
kann das bestätigen. Sie ist eine der 16
Ehrenamtlichen, die beim Verteilen geholfen hat. „Vielen sieht man die Bedürftigkeit
nicht an“, erklärt sie und stellt fest: „Vor allem am Ende eines Monats war der
Andrang groß.“
Der
Caritasverband Bremen will auf den offenbar steigenden Bedarf reagieren. „Wir
überlegen, ob wir im kommenden Jahr einen zweiten Suppentopf organisieren“,
erklärt Cornelius Peters. Einzelheiten sind noch nicht klar.
Das Projekt "Wärme auf Rädern" gibt es seit 2002. In Zweierteams ziehen die Ehrenamtlichen durch die Innenstadt, machen Station am Hauptbahnhof oder auch in Parkanlagen. Im Gepäck haben sie - auf einem umgebauten Fahrradanhänger - einen großen Topf Suppe, die sie an bedürftige Menschen verteilen. Außerdem gibt es gespendetes Brot und Gebäck sowie Heißgetränke. Neben der konkreten Hilfe und Unterstützung soll der Kontakt zu den wohnungslosen Mitbürgern hergestellt werden, die am Rand der Gesellschaft leben und wenig Unterstützung und Beachtung erfahren.