Beratung bei problematischem Medienkonsum
Digitale Medien sind fester Bestandteil unseres Alltags - zur Information, Unterhaltung, Kommunikation oder Arbeit. Doch wenn Medienkonsum immer mehr Lebensbereiche bestimmt, soziale Kontakte, Arbeit, Schule oder Gesundheit darunter leiden, kann der Umgang mit digitalen Angeboten problematisch oder sogar abhängig werden.
Unsere Beratungsstelle bietet Unterstützung für Menschen, die ihr Nutzungsverhalten kritisch hinterfragen oder verändern möchten - unabhängig davon, ob es um Gaming, soziale Medien, Streaming, Online-Shopping, Pornografie oder andere Online-Aktivitäten geht.
Ziele und Inhalte der Beratung
Ziel der Beratung ist es, gemeinsam Wege zu einem selbstbestimmten, gesunden und ausgewogenen Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln. Die Beratung orientiert sich an der individuellen Lebenssituation und kann folgende Inhalte umfassen:
- Reflexion des eigenen Mediennutzungsverhaltens: Wann, wie und warum wird genutzt? Welche Funktionen erfüllt der Konsum?
- Erarbeitung von Veränderungsmotivation und realistischer Ziele
- Strategien zur Reduktion oder Strukturierung der Nutzung
- Umgang mit Stress, Langeweile oder Einsamkeit als Auslösern übermäßiger Nutzung
- Stärkung sozialer Kontakte und Freizeitgestaltung außerhalb digitaler Medien
- Unterstützung von Angehörigen und Bezugspersonen im Umgang mit Belastungen und Konflikten
Ablauf der Beratung
Nach einer telefonischen oder persönlichen Kontaktaufnahme erfolgt ein erstes Orientierungsgespräch. Dabei wird gemeinsam geklärt, welche Unterstützung sinnvoll ist und welche Ziele verfolgt werden sollen. Je nach Bedarf können Einzelgespräche, Paar- oder Familiengespräche oder Gruppenangebote genutzt werden.
Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei und kann auf Wunsch anonym erfolgen.
Vermittlung und weiterführende Hilfen
Wenn sich zeigt, dass eine intensivere Behandlung hilfreich ist, unterstützen wir bei der Vermittlung in weiterführende Angebote - etwa in ambulante oder stationäre Therapieeinrichtungen, spezialisierte Kliniken oder Selbsthilfegruppen.