Selbstständig bleiben

Sicherheit haben

Wohnen mit Service der Caritas

Wohnen mit ServiceWohnen mit Service

Sie mieten eine unserer Wohnungen, bringen Ihre Möbel mit und leben völlig eigenständig. Dabei können Sie sich zu jeder Zeit sicher fühlen, denn Sie sind an ein 24-Stunden-Notruf-System angeschlossen. Sollte es Ihnen plötzlich so schlecht gehen, dass Sie Hilfe benötigen: Drücken Sie einfach einen der Notruf-Schalter in ihrem Appartement. Wir sind informiert und organisieren Hilfe. Darüber hinaus bieten wir in unseren Häusern viele Leistungen an, die ihnen das Leben erleichtern und verschönern.

 

So viel Freiheit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig

Wir unterstützen Sie in Ihrem selbständigen Leben. Dabei packen wir gerne auch mal mit an – egal, ob zum Beispiel Ihr Telefon streikt oder ob neue Gardinen angebracht werden müssen. Sie haben im Haus einen Ansprechpartner, der Ihnen bei der Organisation hilft.

Bonus
Im Pflegefall gilt für die Mieter des Wohnens mit Service der Caritas Bremen eine bevorzugte Aufnahme in das Altenpflegeheim im selben Gebäude. Ein Umzug und die Gewöhnung an ein völlig neues Umfeld sind damit nicht nötig.

Interview mit Mieterin Elvira Müller

Zum Hintergrund

Elvira Müller lebt in einer Service-Wohnung im Haus St. FranziskusElvira Müller lebt in einer Service-Wohnung im Haus St. Franziskus

"Es tut mir Leid, ich bin im Stress …", sagt die 87-jährige Elvira Müller mit einem Lächeln bei der Anfrage zum Interview. Sie kam vor 53 Jahren vom Bodensee nach Bremen und bezeichnet sich selbst als schwäbische Bremerin. Sie ist seit Jahrzehnten aktiv bei den Caritas-Konferenzen Deutschlands, im Frauenbund und für den Sozialdienst katholischer Frauen und hat viele Angebote und Dienste ins Leben gerufen. Seit dreieinhalb Jahren ist Elvira Müller Mieterin des Wohnens mit Service im Caritas-Haus St. Franziskus. Warum sie sich dazu entschieden hat und wie es ihr gefällt, das erzählt sie in einem Interview mit Simone Lause.

Warum sind Sie ins Wohnen mit Service gezogen?

Nach dem Tod meines Mannes lebte ich allein im Haus in der Gartenstadt Vahr, meine Söhne sind nach Berlin gezogen. Im September 2010 hatte ich einen Schlaganfall - zum Glück war gerade jemand zu Gast. Und eines Tages fand mich meine Schwester mit einem Zuckerschock im Bett. Dass sie zu diesem Zeitpunkt zu Besuch war, hat mir das Leben gerettet. Grund für den Zuckerschock waren Durchblutungsstörungen. Nach kurzer Zeit musste der Unterschenkel amputiert werden. Nach all dem, was ich mitgemacht habe, beschloss ich, mein Haus zu verkaufen und mir eine Service-Wohnung zu suchen.

Und wie gefällt es Ihnen?

Ich fühle mich hier sehr, sehr wohl. Ich habe keine Sorgen mehr wegen des Hauses und des Gartens und genieße die Zeit. Jeder Tag, den der liebe Gott mir schenkt. Und eines Tages möchte ich einfach einschlafen und nicht mehr aufwachen.

Welche Rolle spielt die Gemeinschaft?

Wir sind wie eine Familie. Wenn was ist, helfen wir uns gegenseitig - da kann sich keiner alleine fühlen. Bei den meisten Angeboten sind wir alle dabei: Lesestunde, Sitzgymnastik - da nimmt uns Frau Schäfer ganz schön ran -, Gedächtnistraining, Kegeln. Das macht einen Mordsspaß. Wir gehen mehrmals im Jahr gemeinsam auswärts essen, z. B. Kohlessen, Spargelessen oder Martinsgans. Und wenn jemand im Krankenhaus ist, gehen wir ihn besuchen. 

Wie kommt es zu dieser Atmosphäre?

Ich glaube, es liegt daran, dass wir alle freundlich, offen und hilfsbereit sind und herzlich miteinander umgehen. Alle sind froh, dass sie hier leben können.

Warum ist es ausgerechnet das Caritas-Haus St. Franziskus

Es ist sehr praktisch - so mitten in der Stadt. Ich habe einen elektrischen Rollstuhl. Damit fahre ich bis zur Gemeinde, zu Stammtisch-Treffen und auch zum Einkaufen. Das Personal im Supermarkt ist so freundlich. Ich begegne nur netten Menschen. Irgendjemand spricht mich immer an, ob er oder sie mir helfen kann. Das ist wirklich wunderbar. Der Balkon ist eine Goldangelegenheit. Ich habe nie einen Vorhang davor. Manchmal scheint mir die Sonne gleich morgens ins Gesicht.

Welche Rolle spielt die Sicherheit - auch aus Sicht Ihrer Söhne?

Ich habe zusätzlichen einen mobilen Hausnotruf, den ich wie eine Armbanduhr um das Handgelenk trage. Manchmal klingelt eine examinierte Pflegekraft aus dem Wohnbereich II unter unseren Wohnungen, weil ich aus Versehen daran gekommen bin. Dann sage ich: Verzeihung, das habe ich gar nicht gemerkt. Und wer den ganzen Tag über nicht gesehen wird, bei dem klingeln die Mitarbeitenden der Caritas abends und sehen, ob alles in Ordnung ist. Ja, die Geborgenheit ist auch ein Grund. 

War es nicht anfangs schwer, das Haus aufzugeben?

Ich habe mich von einem großen Haus getrennt und deutlich verkleinert. Da habe ich schon überlegen müssen, was ich wirklich brauche und mitnehme. Wenn einer allein zu Besuch kommt, kann er auf dem Sofa schlafen, auf dem schon einige übernachtet haben. Ansonsten hat eine Freundin ein Gästezimmer. Meine Söhne finden das in Ordnung. Nur meine Enkeltochter hat gesagt: Oma, das schöne Haus.

Wie schätzen Sie die Vorlaufzeit ein von der Idee bis zum Einzug?

Ich war nach meiner Krankheit in der Kurzzeitpflege St. Franziskus zwei Etagen unter den Wohnungen mit Service und habe die Einrichtungsleitung gefragt, ob im Gebäude eine Wohnung frei sei. Zu diesem Zeitpunkt war aber alles belegt. Immer wieder habe ich nachgefragt und irgendwann hatte ich Glück und die Caritas hat sich gemeldet. Da habe ich dann sofort gesagt, dass ich die Wohnung nehme. 

Gibt's noch eine Besonderheit?

Das ist kein Witz: Als mein Mann vor 53 Jahren aus beruflichen Gründen nach Bremen wechselte, sind wir anfangs hier die Georg-Gröning-Straße gezogen. Später haben wir ein Haus in der Gartenstadt Vahr gebaut - am Stadtrand von Schwachhausen. Und jetzt lebe ich wieder hier. Mein Anfang und mein Ende liegen in dieser Straße.

Vielen Dank an Elvira Müller.