Was wir häufig gefragt werden

Fragen und Antworten zum Leben im Altenpflegeheim

Wie und wann erhält man eine Pflegestufe?

Für die Einstufung in eine Pflegestufe ist nicht die Schwere einer Erkrankung entscheidend, sondern der zeitliche Umfang der benötigten Hilfe.

Um Leistungen von der Pflegekasse zu erhalten, muss der Zeitaufwand mindestens folgende Minuten- bzw. Stundenzahl wöchentlich betragen:

  • Pflegestufe I:
    Mindestens 90 Minuten, davon mehr als 45 Minuten Grundpflege
  • Pflegestufe II:
    Mindestens 3 Stunden, davon mehr als 2 Stunden Grundpflege
  • Pflegestufe III:
    Mindestens 5 Stunden, wobei mindestens 4 Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen.

Grundpflege beinhaltet Hilfe beim Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Stehen und Gehen, Toilettengang bzw. Vorlagenwechsel sowie das Anreichen von Essen und die Körperpflege. Die restliche Zeit ist für die Medikamentenvergabe, die Wundversorgung und weiterer Leistungen der examinierten Fachkräfte eingeplant. Der Hilfebedarf muss voraussichtlich für mindestens 6 Monate bestehen.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (oder ein vergleichbarer Dienst bei privaten Kassen) kommt nach Antragstellung bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen vorbei und nimmt eine Einschätzung vor. Danach richtet sich das Pflegegeld.

Wer entscheidet über den individuellen Pflegegrad?

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK, auf Nachfrage der zu pflegenden Person oder ihrer Angehörigen. 

Nach welchen Kriterien wird über einen Pflegegrad entschieden?

Ein ab dem 1. Januar 2017 neues Prüfverfahren (Neues Begutachtungsassessment, kurz NBA) berücksichtigt prozentual folgende Kriterien:

  • 40 % Selbstversorgung, z. B. Körperpflege und Ernährung
  • 20 % Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, z. B. Medikation oder Wundversorgung
  • 15 % Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
  • 15 % Kognitive und kommunikative Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • 10 % Mobilität
     

Wie wird ein Pflegegrad berechnet?

Es geht nach Punkten - von 0 bis 100. Je mehr Punkte eine zu pflegende Person bekommt, desto höher ist der nötige Pflegegrad.

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)
  • Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)
  • Pflegegrad 5: Schwer Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte)

Wer nach altem System eine Pflegestufe (0 bis III/Härtefall) hat, wird umgeleitet.

Wie viel muss ein Heimbewohner/Angehöriger bezahlen?

Der Kostenanteil für die gepflegte Person oder ihrer Angehörigen ist von Pflegeheim zu Pflegeheim (s. Kostenliste bei den jeweiligen Pflegeheimen) unterschiedlich. Hat man sich für eine Einrichtung entschieden, bleibt der Anteil ab dem 1. Januar 2017 bei Pflegegrad 2 bis 5 gleich hoch. Was zahlt die Pflegekasse?

  • Pflegegrad 2: 770 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro
     

Muss ich katholisch sein, um einziehen zu können?

Nein, unsere Bewohner können auch evangelisch, orthodox, muslimisch oder nicht religiös sein. Wir nehmen Sie auf - unabhängig von Nationalität, Konfession und persönlicher Lebensführung. Dies gilt übrigens für alle Dienste und Einrichtungen der Caritas Bremen.  

Kann ich mir das Haus in Ruhe ansehen?

 Ja. Vereinbaren Sie bitte einen Termin, damit wir Ihnen unser Haus zeigen und alles erklären können.

Kann ich meine eigenen Möbel mitbringen?

Das Pflegebett und Grundmobiliar stellen wir. Den Rest des Zimmers können Sie frei nach Ihrem Wunsch möblieren und dem Raum damit Ihre persönliche Note geben.

Kann ich meinen Hausarzt behalten?

Ja, es besteht freie Arztwahl. Sollten Sie aus einem anderen Stadtteil kommen, kann es sein, dass Ihr Hausarzt keine Hausbesuche bei uns macht. In diesem Fall helfen wir Ihnen, einen neuen Hausarzt auszusuchen.

Kann ich meine Apotheke behalten?

Wir haben zur Erhöhung Ihrer Sicherheit für die Medikamentenvergabe einen Vertrag mit einer Apotheke. Sie können sich von Ihrer bisherigen Apotheke beliefern lassen, müssen dies aber selbständig organisieren.

Welche Regeln gibt es für Besucher?

Gäste sind jederzeit willkommen. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten lassen Mitarbeitende Sie aus Wunsch ins Haus. Bitte bedenken Sie, dass viele Bewohner einen Mittagsschlaf machen.

Als Gast des "offenen Mittagstisches" können Angehörige auch mit Ihnen im Speiseraum zusammen speisen. Wir bitten allerdings um vorherige Anmeldung.

Wie bekomme ich einen Telefonanschluss?

Ihr Telefonanschluss ist auf Wunsch am Tag Ihres Einzugs geschaltet. Leider können Sie ihre eigene Telefonnummer nicht mitnehmen, da Ihr Anschluss über eine zentrale Telefonanlage im Haus läuft.

Darf ich mein Haustier mitbringen?

Vögel und Fische können Sie mitbringen. Allerdings nur, wenn Sie die Versorgung des Haustiers sowie Reinigung des Käfigs bzw. Aquariums dauerhaft selbst sicherstellen können. Das Pflegepersonal kann dies nicht übernehmen.

Wie viel Wäsche soll ich mitnehmen?

Faustregel: Nehmen Sie Bekleidung mit, die für mindestens zwei Wochen reicht. Für die Wäscherei muss jedes Kleidungsstück mit einem Namensschild versehen sein. Bringen Sie deshalb Ihre Wäsche am besten vor Ihrem Einzug vorbei.

Kann ich meine privaten Versicherungen kündigen?

  • Ihre Haftpflichtversicherung sollten Sie behalten.
  • Ihre Hausratversicherung läuft künftig über das Haus.

Was bringt das Pflegestärkungsgesetz II zusätzlich für Bewohner im Caritas-Pflegeheim?

Leider kein zusätzliches Pflegepersonal. Dafür etwas mehr Möglichkeiten für die Betreuung.

Träger: Gepflegt in Bremen gGmbH

  • Sitz der Gesellschaft: Caritas-Zentrum Bremen, Georg-Gröning-Straße 55, 28209 Bremen
  • Amtsgericht Bremen HRB 28519
  • Geschäftsführer: Martin Böckmann, Martina kleine Bornhorst