Von Anfang an

Kooperation

Caritas macht Schule

Zwei Jugendliche beim KochenZwei Jugendliche beim KochenKNA / Oppitz

Wir versuchen Kinder und Jugendliche so bald wie möglich für soziale Themen zu sensibilisieren - zur Prävention, mit gesellschaftlichem Auftrag und im Hinblick auf die spätere Berufswahl.

Wir bieten Informationen zur Prävention von Sucht oder Schulden an. Zudem bekommen Schüler in den Einrichtungen der Caritas Bremen Einblick in die Soziale Arbeit durch ein Praktikum, den Girls-Day und Boys-Day oder durch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) bzw. ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ).

Zusammenarbeit mit Schulen

Kid Cool Training

Wenn ein Schüler aggressiv ist und/oder sich nicht einordnen kann, ist manchmal der gesamte Klassenverbund gestört. Eine mögliche Lösung ist das Kid Cool Training:

  • Eine Gruppe von bis zu 8 Kindern
  • Jedes Kind ist mindestens 8 Jahre alt
  • Die Kinder beraten sich gegenseitig, zeigen Konsequenzen auf und bieten sich Hilfe an
  • Die Trainer sind Vermittler und Ideengeber
  • Thematisierung von Problemen, für die es sonst keinen Ansprechpartner gibt
  • Enge Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und dem Amt für soziale Dienste

Ziel ist, aggressive Ausbrüche zu verhindern und eine soziale Integration. Dies kann sich auch auf eine Verbesserung der Schulleistung auswirken. Kid Cool ist keine Therapie. Die Kinder müssen motiviert sein, an ihrem Verhalten etwas zu ändern.

Sucht- und Schuldenprävention

Intensive Aufklärungsarbeit hat in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang des Alkoholkonsums unter Kindern und Jugendlichen geführt. Dennoch: jeder siebte Jugendliche (12 bis 17 Jahre) trinkt regelmäßig Alkohol (Stand: 2014), das Komasaufen insbesondere unter jungen Männern nimmt zu, genau wie Computer und Glücksspielsucht.

Auch die Gefahr, sich schon als junger Mensch zu verschulden ist hoch. Überdimensionale Handy-Rechnungen, Kaufverträge mit Ratenzahlung oder ein Leben auf Pump bei Freunden.

Die Caritas Bremen veranstaltet auf Wunsch von Schulen Präventionsworkshops. Was sind die Gefahren, wo sind (meine) Grenzen und wer kann mir ggf. helfen. Die Caritas Bremen schult die Sensibilität - und dies ganz ohne erhobenen Zeigefinger. 

Kooperation mit den Pflegeheimen

Die Senioren in unserem Pflegeheimen sind "Experten für’s Leben". Sie haben Dinge erlebt, die wir nur aus Fotokisten kennen (Digitalfotografie gab es damals noch nicht) und können Dinge, die unser Smartphone nicht kann. Davon können Schüler profitieren. Wir sind interessiert an einem regelmäßigen Austausch von Schülern und Senioren.

Die Grundschule Buntentorsteinweg z. B. stellt regelmäßig Bilder im Caritas-Stadtteilzentrum St. Michael aus, die Caritas-Erziehungshilfe organisiert regelmäßig gemeinsame Aktionen unter dem Motto "Jung trifft Alt", Kinder der Kita Marßel sind in St. Birgitta und Kinder aus der Kita St. Ursula im Haus St. Elisabeth

Zukunftstag

Die Caritas Bremen beteiligt sich am Girl’s Day und am Boy’s Day. Mädchen und Jungen schnuppern in Berufe, die nicht unbedingt "Standard" sind. Sie lernen die Aufgaben kennen und die Menschen, die den Job gerne machen.

Bei der Caritas sind 80 Prozent der Mitarbeitenden Frauen - unsere Männer würden sich sicher über Verstärkung freuen. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Von der Begleitung von Senioren im Pflegeheim bis zum Hausmeisterdienst.

Praktikum / Compassion

Neunt- und Zehntklässler der St.-Johannis-Schule können in unseren Altenpflege-Einrichtungen und bei den sozialen Diensten ein einwöchiges Praktikum machen. Eine Woche Leben pur: Die Schüler lernen nicht nur Mitarbeitende kennen, sondern auch Menschen, die wir begleiten und betreuen, sowie deren Lebenswelten.

Zudem bekommen die Schüler Einblick in das jeweilige Berufsfeld. Ein besonderes Merkmal ist die Vor- und Nachbereitung des Praktikums bei dem Projekt Compassion. Dabei geht es u. a. um eine ansprechende Bewerbungsmappe, um das Verhalten beim Vorstellungsgespräch, um die Klärung gegenseitiger Erwartungshaltungen und am Ende um eine Bilanz.

BFD / FSJ

Der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr sind sehr ähnlich. In beiden Fällen geht es um Unterstützung in sozialen Einrichtungen. Auch Seminartage gibt es in beiden Diensten. Der größte Unterschied zwischen BFD und FSJ ist, dass den Bundesfreiwilligendienst auch Menschen über 27 Jahren absolvieren können. Einen kleinen Unterschied gibt es auch in der Vertragsgestaltung. Mehr Infos finden Sie hier.