Johannes Dieckmann

40 Gäste

Abschied nach 32 Jahren

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"Mit Johannes Dieckmann geht ein Caritas-Urgestein", sagt Caritasdirektor Martin Böckmann. "Damit meine ich nicht nur die Dauer, sondern auch die hohe Identifikation mit den Zielen der caritativen Arbeit. Johannes Dieckmann hat die Werte der Caritas nicht nur nach außen getragen, sondern aus einer inneren Überzeugung heraus gelebt", so Böckmann.

Zuvor war Johannes Dieckmann beim Diözesan-Caritasverband Osnabrück beschäftigt, u. a. in Twistringen. 1986 begann die Zeit bei der Caritas Bremen: Suchtberatung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Haussammlung der Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe in den Pfarreien, Andachten der Bahnhofsmission, Morgenimpuls, Veranstaltungsmanagement, Steuerungsgruppe der Freiwilligenmesse Aktivoli, Gründungsmitglied und Schriftführer des Vereins Erinnerungsort Rosenak-Haus, Vorsitzender der Bremischen Landesstelle für Suchtfragen.

Die Aufgabenvielfalt spiegelt die Entwicklung der Bremer Caritas wider. Kontinuierlich wuchs der Caritasverband, Bereiche und Zuständigkeiten veränderten sich. In Sachen Professionalisierung und Digitalisierung der Caritas Bremen ist Johannes Dieckmann Zeitzeuge und Mitgestalter. Er hat unter vier Bremer Caritasdirektoren gearbeitet.

Die Vielfalt ist ein Punkt, der Johannes Dieckmann an seiner Arbeit besonders gefallen hat. "Und der Kontakt zu Menschen. Suchtkranke haben an vielen Stellen nicht so viel Glück wie andere. Für sie Wegbegleiter zu sein, das hat mir Freude gemacht und mich erfüllt", erklärt Dieckmann. Sein Ziel war, Menschen auf ihrem Weg zu einem eigenständigen und zufriedenen Leben zu unterstützen. Dies hatte er im Rahmen einer internen Veranstaltung in einer kunsthandwerklichen Arbeit bildlich dargestellt.

Johannes Dieckmann erzählte kleine pointierte Anekdoten, er dankte Kolleginnen und Kooperationspartnern sowie seiner Familie, die auch immer wieder auf ihn verzichten musste. In Zukunft möchte er mehr Zeit haben - zum Zeitunglesen, Fahrradfahren, Schwimmen und Kochen: "Ich habe schon viele Ratschläge bekommen. Meist von Menschen, die noch arbeiten."

Zur Verabschiedung waren ca. 40 Gäste gekommen. "Verlässlich, warmherzig, kollegial, wertschätzend", so beschreibt die Leitung der Suchthilfe Melanie Borgmann Johannes Dieckmann. "Er wird fehlen. Wir wünschen ihm alles Gute."