Hilfe

Der Mensch im Mittelpunkt

Eltern und Familien

Mutter mit zwei kleinen KindernKNA / DCV

Respekt, Wertschätzung und Würde sind Leitlinien unseres Handelns. Dabei fördern wir junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung und beraten Eltern bei der Erziehung.

Priorität haben das Wohl des Kindes und der Schutz vor Gefahr. Darüber hinaus tragen wir dazu bei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihrer Familien zu schaffen, sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt.

Fachlich arbeiten wir nach dem systemisch-lösungsorientierten Ansatz unter Einbeziehung verhaltenstherapeutischer und erlebnispädagogischer Elemente.

  • Niedrigschwelliger Zugang für die Familien
  • Beteiligung und Förderung der Autonomie der Klienten
  • Lösungs- und ressourcenorientiertes Denken und Arbeiten
  • Orientierung am Bedarf
  • Ausrichtung an den Zielen
  • Einbeziehung des sozialen Umfeldes / Netzwerk
  • Spezielle Kenntnisse für Familien mit Migrationshintergrund, Sucht und psychischen Erkrankungen
  • (Selbst)-Evaluation der Arbeit
  • Flexibilität
  • Erreichbarkeit der Caritas-Erziehungshilfe werktags 8 bis 16.30 Uhr, darüber hinaus per Mobiltelefon bzw. Notdienst
  • Flexible Arbeitszeiten und bedarfsgerechte Terminplanung
  • Zeitgemäße technische Ausrüstung, moderne EDV, Camcorder für das Video-Home-Training etc.
  • Spielgeräte und Medienmaterial für unterschiedliche Altersstufen
  • Kooperation zu weiter führenden Diensten der Caritas Bremen, zum Beispiel Suchtberatung, Schuldnerberatung oder Kleiderei
  • Regelmäßige Fachberatung
  • interne und externe Fortbildungen
  • externe Supervision
  • Zwischenauswertung zu festgelegten Ziele, Inhalten und Strukturen
  • Dokumentation

Werder-Partner

Die Caritas-Erziehungshilfe gGmbH ist 100% Werder-Partner. 2002 startete Werder Bremen ein bis dahin bundesweit einmaliges Projekt. Gemeinsam mit 100 Schulen und 100 Vereinen fördert der Traditionsverein den Sport in der Region und zeigt seine soziale Verantwortung für Fair Play und Gewaltprävention. Benachteiligte Familien besuchen ausgewählte Heimspiele. Zudem bekommen sie Kleidung aus unterschiedlichen Kadern. Mehr

Weitere Hilfen für Familien

Reif für eine Kur? SkF Bremen
Ihr Angehöriger ist pflegebedürftig? Gepflegt zu Hause
Kindertagespflege, Pflegefamilien und Paten PiB Bremen

Geschichte der Caritas-Erziehungshilfe

St. Johannis Kinder- und Jugendhilfe

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht unter den Bremer Katholiken der Gedanke an ein Waisenhaus. Durch Spenden wohlhabender Bremer Bürger können im Jahr 1854 in einem in der Innenstadt angemieteten Haus die ersten neun Kinder aufgenommen werden. Das Gebäude in der St. Magnus-Straße in Walle wird 1898 bezogen und ist bis heute der Standort der Einrichtung.

Im Zweiten Weltkrieg wird das Gebäude zerstört. 1951 können wieder Kinder und Jugendliche aufgenommen werden. Die Leitung des Kinderheims übernehmen Ordensschwestern, Franziskanerinnen aus dem emsländischen Thuine.

In den 50er Jahren sind es Probleme wie Drogen- und Alkoholmissbrauch, Prostitution und Gewalt in Familien, die negative Konsequenzen auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen haben und eine Unterbringung im Heim erforderlich machen. In jüngster Zeit spielen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit eine immer größere Rolle, fehlende Bildungschancen und Zukunftsperspektiven für junge Menschen.

1984 wird die Notaufnahme für Mädchen unter dem Dach von St. Johannis gegründet. Sie nimmt Mädchen in einer Krise zu jeder Tages- und Nachtzeit auf.

Die Trägerschaft des Heimes geht 1995 vom Katholischen Gemeindeverband Bremen an den Caritasverband Bremen e.V. über. Die Ordensschwestern ziehen sich Ende 1999 zurück.

 

Ambulante Hilfen zur Erziehung

Im Jahr 1993 sucht die Stadtgemeinde Bremen Träger für ein neues Konzept der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Unter den zwei Bewerbern ist die Caritas Bremen, die eine Zusage erhält. Im Juli beginnt die Arbeit mit einer Koordinatorin, zwei Sozialpädagoginnen, mehreren Honorarkräften sowie einer Verwaltungskraft.

Bereits zwei Jahre später steigen die Fallzahlen. Aus der Sozialpädagogischen Erziehungshilfe entwickeln sich die Ambulanten Hilfen zur Erziehung. Die Dienste werden deutlich erweitert: Einzelfallbetreuung, Begleiteter Umgang, Video-Home-Training, Gruppenarbeit. Auch die Form der Dokumentation entwickelt sich ständig weiter.

In den Sommerferien findet als angebotsspezifische Gruppenarbeit ein erstes Ferienzeltlager mit Kindern und Jugendlichen in Rotenburg an der Wümme statt. Erholt und mit vielen neuen Eindrücken kehren die Kinder nach fünf Tagen wieder zu ihren Eltern zurück. Später folgen Familienfreizeiten an Orten wie der Thülsfelder Talsperre sowie dem Steinhuder Meer.

Im Jahr 2003 wird der Markt für weitere Träger geöffnet. Die Caritas bietet eine Vielzahl von regelmäßigen Gruppen für Eltern, Kinder und Jugendliche an sowie Veranstaltungen in den Schulferien. Das Sommerferienprogramm endet rituell mit einem großen Fest für alle Familien. Elternschulungen werden durchgeführt, teilweise in Kooperation mit den Häusern der Familie. Wir vernetzten uns mit zahlreichen anderen Trägern in den Stadtteilen und beteiligen uns dort an Aktivitäten.

Caritas-Erziehungshilfe gGmbH

Am 1. Januar 2006 wird mit einer Neustrukturierung der Caritas Bremen die Caritas-Erziehungshilfe gGmbH gegründet. Sie bündelt stationäre und ambulante Angebote für Kinder- und Jugendliche. Mit dem traurigen Tod von Kevin im Oktober 2006 ändert sich die Situation in Bremen und das Fallaufkommen nimmt erneut deutlich zu.

In Zusammenarbeit mit der Bremer Werkgemeinschaft e.V. entsteht im Jahr 2007 das Projekt "Kokon", ein Wohnangebot für Eltern mit psychischer Erkrankung und ihre Kinder.

Im Juni 2007 startet die Heilpädagogische Tagesgruppe, ein teilstationäres Angebot der Hilfe zur Erziehung. 2013 wird die Frühberatungsstelle Gröpelingen eröffnet in Kooperation mit dem Gesundheitsamt. 2014 startet das Projekt ION Berckstraße, Inobhutnahme für unbegleitete minderjährige männliche Flüchtlinge. Heute arbeiten bei der Caritas-Erziehungshilfe gGmbH 120 Mitarbeitende.