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Caritasverband Bremen e.V.
Freitag, 11. Juni 2010
  Presse-Information
 
100 Jahre SkF
 
Festakt

Rund 70 Gäste haben am Vormittag an der Jubiläumsfeier zum

100-jährigen Bestehen des Sozialdienstes katholischer Frauen

e.V. Ortsverein Bremen teilgenommen. Nach einem Festgottesdienst

mit Bischof Bode in der Propsteikirche St. Johann fand im

Willehadsaal der offizielle Festakt statt. Unter den Ehrengästen

waren die stellvertretende Bundesvorsitzende des SkF Gabriele

Hund-Martin und der Bremer Sozial-Staatsrat Joachim Schuster.

Alle Beteiligten betonten die Bedeutung des SkF in einer Zeit, in

der die Kluft zwischen Arm und Reich weiter wachse.

 

"Frauen können ihre sozialen Kompetenzen besser einbringen. Sie

haben einen engeren Bezug zum Leben", sagte Bischof Franz-Josef

Bode. Die Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des SkF war für

ihn mehr als ein Pflichttermin und meinte: "Der Bischofsstab wäre

nichts ohne den Stab von Menschen, die sich für Frauen und Kinder in

Not einsetzen."

 

Für die erkrankte Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer

Frauen Maria Elisabeth Thoma hielt deren Stellvertreterin Gabriele

Hund-Martin aus Berlin den Festvortrag. Sie skizzierte die Entstehungsgeschichte.

Der SkF habe sich mit der Zeit verändert - wie auch

die Gesellschaft. Männer und Frauen arbeiteten nun Seite an Seite,

auf Augenhöhe. Die Kernaufgaben bleiben allerdings gleich: Frauen in

Not zu helfen.

Die Vorstandsvorsitzende des SkF Bremen Maria Nogai stellte fest,

die Angebote würden gut angenommen. Doch der Bremer Ortsverein

wolle noch mehr Menschen überzeugen. Er stehe hinter der Ideologie

von damals - 100 Jahre nach der Gründung sei die Arbeit hochaktuell.

Gerade heute in Zeiten wachsender Not und eines Abbaus des Sozialstaats.

 

Das griff auch der Bremer Sozial-Staatsrat Joachim Schuster auf. Er

sprach von bedrohlichen Tendenzen und lobte das gesellschaftspolitische

Engagement des SkF . Der Erfolg der Arbeit des SkF basiere auf

der Solidarität. Selbst aktiv zu werden, sei ein wesentlicher Bestandteil

des SkF .

 

Als vertrauensvoll und angenehm bezeichnete der Direktor des Caritasverbandes

Bremen Martin Böckmann die Zusammenarbeit mit dem

SkF . Die organisierte Arbeit des Caritasverbandes in Bremen sei erst

1917 entstanden - also sieben Jahre später. Das müsse und möchte

er - als Mann der Caritas - ein wenig neidvoll, aber ganz besonders mit

hohem Respekt anerkennen.

 

Auch Angehörige der Gründerin des Bremer Sozialdienstes katholischer

Frauen Josepha Erling waren zu Gast. Urenkel Hans-Christoph

Erling sagte, es sei ein besonderer Tag für ihn - auch wenn natürlich

nicht die Familie im Vordergrund stehe, sondern die Einrichtung. Seine

Großmutter habe ihm bereits viel von der Arbeit der Frauen erzählt, als

er noch ein Kind war.

 

Am 10. März 1910 hat Josepha Erling die Bremer Ortsgruppe "Katholischer

Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder" gegründet.

Damals bestand der Verein aus drei Frauen im Vorstand und 15 weiteren

Mitgliedern. Sie besuchten Familien, gingen in Krankenhäuser und

Gefängnisse, um zuzuhören, zu trösten und zu helfen.

 

Heute berät, betreut und begleitet der SkF Bremen jährlich etwa 2.500

Menschen. 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und knapp 30 Ehrenamtliche

unterstützen Kinder, Schwangere, allein Erziehende, Familien

und ältere Menschen. Zu den Angeboten gehören Schwangerenberatung ,

Mutter-/Vater-Kind-Kuren, die Kleiderkammer " Kleiderei im

Schnoor", das Haus Lea, die Kinderkrippe für 0 - 3-jährige in Bremen-

Hastedt sowie das Altenpflegeheim "Haus St. Elisabeth".

 

Die Geschichte des SkF in Bremen ist auch in einer Chronik von Wilhelm Tacke zu lesen. "Von Mutters Verein zum Sozialdienst katholischer Frauen" heißt das 140 Seiten starke Buch, das pünktlich zum Jubiläum erschienen ist. Darin schildert Tacke die Entwicklung und belegt seine Erzählungen mit zahlreichen Abbildungen von zum Teil alten Dokumenten und Fotos aus 100 Jahren.


Ihre Ansprechpartnerin:
Simone Lause
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0421/33573-103
Mail: s.lause@caritas-bremen.de
 
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